Bericht zur 46. Bundesversammlung vom 14. bis 16. November 2013 in Rostock

Der Landesverband Bremen wurde auf dieser Bundesversammlung durch fünf stimmberechtigte Delegierte und weitere fünf Gastdeligierte vertreten. Die Aufgabe aller bremischen Vertreter war es, in den vor Ort tagenden Foren, in denen Delegierte aus allen Bundesländern vor den Plenumssitzungen die zu beratenden Anträge der einzelnen Landesverbände im Hinblick auf eine unterstützende oder ablehnende Bewertung berieten, insbesonders die durch den Landesverband eingebrachten Anträge zu vertreten.

Besonders der Antrag auf die Einrichtung eines Referates Inklusion war einer kritischen Bewertung durch Vertreter anderer Bundesländer ausgesetzt. Gemeinsam mit den Landesverbänden NRW, Hamburg und Hessen konnte eine mehrheitsfähige Entscheidung dahingehend getroffen werden, dass die im Jahr 2011 entstandene „Kommission Inklusion" um Vertreter aus der Fraktion der Befürworter Schleswig Holstein, Hessen, Hamburg, NRW und Vertretern aus den Bundesländern Bayern und Baden Württemberg erweitert wurde.

Wer die Geschichte des Verbandes kennt weiß, dass Neues nur entstehen kann, wenn unterschiedliche Entwicklungslagen im förderalistischen Bildungssystem berücksichtigt werden. In den Bundesländern, in denen noch eine Zweigliedrigkeit in der sonderpädagogischen Förderung besteht, wird für den Erhalt möglichst vieler eigenständiger Schulen für Schüler und Schülerinnnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf plädiert. Im Verband sollen die fachspezifischen Referate beibehalten werden und nicht in einem Referat für alle Facetten der sonderpädagogischen Arbeit aufgehen. Die Klärung der Aufgabenstellung eines Referates Inklusion bedarf daher sicherlich einer umfänglichen Vorarbeit, wenn auf der nächsten Bundesversammlung erneut über die Einführung positiv entschieden werden soll.

Wer die Entwicklung in Bremen, Hamburg, Hessen und NRW in den letzten Jahren verfolgt hat, weiß dass schulische Inklusion in Zeiten knappen Geldes im Bildungsetat von den politisch Verantwortlichen nur allzu leicht zu einer faktischen Reduzierung in der personellen Ausstattung gerade im Bereich der Schüler mit dem Förderbedarf geführt hat. Dies gilt bedauerlicherweise für alle Fachrichtungen. Wenn aber mit dem Begriff Inklusion eine mangelnde Versorgung von Schülern und eine sich kontinuierliche Verschlechterung der Arbeitsplatzsituation von Sonderpädagoginnen und - pädagogen assoziiert und auch festgestellt werden kann, erscheint der Wunsch nach einer längeren Vorlaufzeit zur Einführung des Referates Inklusion verständlich.

Wenig umstritten waren die anstehenden notwendigen Neuwahlen des Bundesreferenten für das Referat „Körperliche und motorische Entwicklung" (KME) und der Bundesreferentin für das Referat „Aus- Fort und Weiterbildung". Michael Evers und Sibylle Roehr war innerhalb ihrer Referate vorab eine breite Zustimmung signalisiert worden. Da beide bei ihrer Vorstellung Sachkenntnis für die bevorstehenden Aufgaben nachweisen konnten, war bei beiden Kandidaten ein nahezu einstimmiges Ergebnis für deren Wahl zu Bundesreferenten nicht verwunderlich.

Mit dem beachtlichen Teilerfolg zur Vorbereitung des Referates Inklusion und der damit verbundenen Mitarbeit unserer Landesvorsitzenden Stefanie Höfer und den beiden Bundesreferenten steht unser Landesverband nun im Fokus der anderen Landesverbände. Als Landesverband haben wir derzeit ein bundesweit großes Ansehen, was sicher Anreiz für eine aktive Beteiligung möglichst vieler Mitglieder zur konstruktiven Mitarbeit sein wird

Text: Heinrich Balser

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